Stadtentwicklung

Für die weitere Entwicklung der Innenstadt und der Ortsteile muss die Verbesserung der Lebensqualität der Bürger*innen im Vordergrund stehen.

Fair-Trade-Stadt

Die offizielle Anerkennung Aurichs als Fair-Trade-Stadt ist ein erster Erfolg. Die Mindestanforderung in einer Stadt wie Aurich bedeutet, dass mindestens neun Geschäfte und fünf Gastronomiebetriebe jeweils mindestens zwei fair gehandelte Produkte (Kaffee, Kakao, Schokolade, Reis, Getreide, Süßigkeiten, Baumwolle etc.) anbieten müssen. In Aurich gewährleisten dies inzwischen schon über 20 Geschäfte und sieben Restaurants. Allerdings ist dies bei vielen Auricher*innen noch zu wenig bekannt. Mit mehr Information und unterstützender Werbung durch die Stadt wollen wir erreichen, dass die Idee und die Produkte des Fair-Trade stärker im alltäglichen Leben präsent sind.

Soziales Kaufhaus

Bündnis 90/Die Grünen hat die Wiedereinrichtung des „Sozialen Kaufhauses“ erreicht und durch Anschubfinanzierung abgesichert.

Stadtsanierung

Im Rahmen der Stadtsanierung ist ein Teil der Innenstadt neugestaltet und durchaus  aufgewertet worden. Mehrere Straßen im Innenstadtbereich wie Wallstraße, Marktstraße, Lilienstraße sind saniert worden. Die Stadtsanierung ist in den nächsten Jahren fortzusetzen, um weitere Bereiche wie z. B. östlich der Norderstraße, südlich der Burgstraße und die gesamte Fußgängerzone ebenfalls neu zu gestalten.

Dabei wollen wir erreichen, dass möglichst viel innerstädtisches Grün erhalten bzw. neu angelegt wird. Das ist wichtig für ein positives Lebensgefühl, das Kleinklima und die Luftqualität.

Marktplatz

Der Marktplatz ist der zentrale Ort Aurichs. Durch die Umgestaltung in den 90er Jahren ist er sehr nüchtern grau geworden. Hinzu kommt, dass durch die Tiefgarage die Möglichkeiten einer Begrünung begrenzt sind. Trotzdem wollen wir Vorschläge erarbeiten,  ihn durch strukturierende Begrünung ansprechender zu gestalten und gleichzeitig die Barrierefreiheit für Fußgänger*innen verbessern. Wir wollen mit den Bürger*innen gemeinsam diskutieren, um aus vielen guten Ideen ein Konzept zu entwickeln.

Parallel dazu wollen wir erreichen, dass die städtischen Bäume fachgerecht gepflegt und beschnitten werden. Wir setzen wir uns dafür ein, dass bei der Stadt Aurich ein eigenes Grünflächenamt mit entsprechenden Kompetenzen und Personal geschaffen wird.

Alte Post

Das Postgebäude am Schloss ist ein 60er-Jahre Zweckbau, der nicht in das Ambiente des Hotels am Schloss und des Schlosses passt. Die unansehnlichen Anbauten Richtung Fußgängerzone sollen abgerissen werden, um einen besseren Blick auf das Schloss und die Parkanlage zu ermöglichen. Außerdem soll der Zustand des historischen Postgebäudes, das sich hinter der modernen Fassade verbirgt, architektonisch nachgebildet und insofern für eine ansprechende Außengestaltung gesorgt werden. Dadurch könnte dieses Gebäude zu einem Schmuckstück werden und sich stilistisch wieder harmonisch in das Ensemble Schloss und Hotel einfügen. Neben einer Nutzung als Geschäftshaus bietet sich das Gebäude auch als Bettenhaus für das Hotel am Schloss an.

Im Rahmen einer öffentlichen Nutzung ist auch in Betracht zu ziehen, dass das Miraculum dort einziehen könnte und das Historische Museum dort mit angesiedelt wird. Das Miraculum könnte sich erheblich vergrößern. Durch die bestehenden Parkplätze könnte das Historische Museum sein drängendes Platzproblem lösen. Wir wollen zudem erreichen, dass an dieser Stelle ein zentraler Fahrradparkplatz eingerichtet wird.

Hafen

Für den neu gestalteten Platz am alten Hafen müssen Ergänzungen vorgenommen wer-den, um Beschädigungen der Beckenumrandungen durch Autofahrer zu verhindern und einem Missbrauch des Platzes als Parkplatz vorzubeugen.

Georgswall

Der Georgswall soll als Gegenstück zur Einkaufsmeile entwickelt werden. Hier soll die Möglichkeit bestehen, sich im Grünen in einer ruhigen Umgebung zu entspannen. Das soll auch der demografischen Entwicklung geschuldet sein, denn wir gehen davon aus, dass die Zahl der älteren Mitbürger*innen in Aurich zunehmen wird.

Ein passendes gastronomisches Angebot halten wir für eine sinnvolle Ergänzung. Zusätzlich wollen wir erreichen, dass der hintere Eingang ins Rathaus ebenfalls barrierefrei umgestaltet wird. Eine weitere Tiefgarage unter dem Georgswall lehnen wir ab, da dieser Standort bereits von zweien – der unter dem Marktplatz und der unter dem Carolinenhof – in unmittelbarer Nähe flankiert ist.

Alter Speicher

Im Rahmen der Umgestaltung der Großen Mühlenwallstraße wollen wir den alten Speicher am Eingang der Tiefgarage erhalten.

Kaserne

Die Planungen für das Kasernengelände, die bereits sehr weit fortgeschritten waren, mussten zunächst wegen der Unterbringung von Flüchtlingen zurückgestellt werden. Da der Vertrag mit dem Land Niedersachsen zum Ende des Jahres 2016 endet, ist zu prüfen, inwieweit die Planung wieder aufgenommen und/oder ob Teile der vorliegenden Planung in den Bereichen des Kasernengeländes umgesetzt werden können, die auch zukünftig nicht für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehen sind.

Internationale Gärten

Wir wollen die Idee „Internationale Gärten“ neu beleben. Wir setzen uns dafür ein, dass diese Gärten in Aurich erhalten bleiben. Sie haben sich im Laufe der Jahre zu einer festen Institution entwickelt, als Zeichen eines positiven Umgangs miteinander und sind weit über die Grenzen Aurichs bekannt geworden.

Auch wenn bislang nur die Familien einer Nation hauptsächlich auf dem Gelände aktiv waren, besteht jetzt die Möglichkeit, die direkte Nachbarschaft der Flüchtlingsunterkünfte der KVHS zu nutzen und mit neuen Konzepten die Idee der Internationalität der Gärten wiederzubeleben. Für viele Flüchtlinge hat Land und der Anbau von Obst und Gemüse einen hohen Stellenwert und kann in Verbindung mit sinnvoller Beschäftigung dazu beitragen, ein Stück praktischer Integration zu betreiben.

Ortsteile

Bei der Sanierung der Innenstadt sind die Ortsteile nicht vergessen worden (z. B. die Erneuerung des Hünengrabes in Tannenhausen). Nicht abgeschlossene Maßnahmen (Dorfsanierung Middels, Inwertsetzung Upstalsboom) sind in der neuen Wahlperiode fortzuführen.