Bodendenkmal Panzergraben

Die Auricher Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen stellt folgenden Antrag:

Aurich, 30.11.2016

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

für die Ratssitzung am 15.12.2106 bitten wir folgenden Punkt auf die Tagesordnung zu nehmen:

Antrag zur Prüfung eines Bodendenkmals Panzergraben
Unterschutzstellung von relevanten Teilen des Sandhorster Waldes, insbesondere der Überreste des Panzergrabens und Anlegung eines Gedenkpfades.

Der Rat bittet die Verwaltung, eine Vorlage zu erarbeiten, die die nächsten Schritte beschreibt und sie dem Stadtrat bzw. den zuständigen Ausschuss zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.

Begründung :

Auf seiner Sitzung vom 9.11. 2016 hat der Ortsrat beschlossen, dass eine Erweiterung des B-Planes 341 über die jetzige Beschlusslage von 25.08.2016 ausgeschlossen werden soll.  Eingeschlossen sind der Schutz des Naturdenkmals Moltkebahn und der Erhalt des Fahrradweges. Der Beschluss sieht weiterhin vor, die Eingriffe am Südeweg für die Straßensanierung auf ein Mindestmaß zu begrenzen.

Nicht eingeschlossen ist u.a. der Schutz der Überreste des Panzergrabens, dass über ein Mahnmal zwar an ihn erinnert, das noch vorhandene Bodendenkmal aber außer Acht lässt. Da der von den Grünen fristgerecht im Ortsrat eingebrachte Änderungsantrag nicht behandelt wurde, sehen wir die Notwendigkeit, eine Konkretisierung an dieser Stelle vorzunehmen.

Dieser Antrag beinhaltete bereits, die Unterschutzstellung relevanter Teile durch die Stadt prüfen zu lassen, so dass dieser Antrag mit dem am 9.11.16 gefassten Beschluss nicht kollidiert sondern ihn konkretisiert und ergänzt. Die Zuständigkeit der Stadt für den Panzergraben ergibt sich aus §3 Abs.3 Nds. Denkmalschutzgesetz, da es sich um ein Bodendenkmal handelt, das sich auf dem Stadtgebiet Aurichs befindet. Darum ist entsprechend die städtische Denkmalschutzbehörde zuständig.

Bei dem Projekt Panzergraben ist dahingehend Handlungsbedarf geboten, da in bestimmten Abschnitten, die noch sichtbaren Panzergrabenreste mit Gartenabfällen verfüllt werden. Zum anderen steht zu befürchten, dass bei der Waldbewirtschaftung durch das zuständige Forstamt noch erhaltene Abschnitte durch schweres Gerät zerstört werden.

Der Gedenkpfad entlang des Panzergrabens soll vor Ort an die Geschichte in lebendiger informativer Form erinnern. Die bisherige Informationstafel am Parkplatz liefert auf Grund der Entfernung zur Örtlichkeit und der wilden Müllkippe in direkter Nähe nicht den passenden Rahmen.

Zu Gestaltung des Gedenkpfades sollte der KZ- Gedenkverein mit einbezogen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Gila Altmann, Fraktionssprecherin

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren