Bensmeer

Vor 11 Jahren wurden in Georgsfeld Windmühlen errichtet. Die dafür vorgesehenen Ausgleichsflächen wurden aber nie qualifiziert umgesetzt. Qualifiziert heißt, eine Ausgleichsfläche muss nicht nur benannt, sondern auch eingerichtet werden. Bestimmte Umweltstandards müssen erfüllt sein. Zum Beispiel darf keine Bewirtschafttung stattfinden und auch im Umgebungsbereich ist Rück-sichtnahme auf die Ausgleichsfläche vorgesehen. Und das Areal darf auch kein Müllabladeplatz sein. Gerade Letzteres ist aber am Bensmeer der Fall.

Unsere Stadtratsfraktionsvorsitzende Gila war vor Ort, hat das Areal in Augenschein genommen und mit einem betroffenen Anwohnern gesprochen. Mit einem entsprechenden Antrag bei der Stadt haken wir nach.

In diesem Wäldchen gibt es einen kleinen See. Dies ist der winzige Rest des einstigen „Bensmeer“ („Bents“ = Binsen, „Meer“ = See)

Vor dem Bau des Abelitz-Moordorf-Kanals war hier ein riesiger See im Hochmoor. Und noch bis 1978 stand die umliegende Moorfläche im Herbst und Frühjahr regelmäßig unter Wasser.

Noch 2013 war es nicht möglich die Fläche zu überqueren, selbst im trockenen Zustand, weil dies etwa 40cm hohen Bentgras-Wurzelstöcke unmöglich machten. Heute ist ringsherum eine ebene Wiese, die als Grünland bewirtschaftet wird und aus dem einstigen „Meer“ ist ein kleiner Tümpel geworden.

Die Ausgleichsmaßnahme – wenn sie denn endlich ernst genommen wird – würde den Charakter eines Moorsees wieder herstellen, Fremdbewuchs und Abfälle entfernen.

Dies ist nur ein kleiner Teil des Mülls, der dort zu sehen ist. Von einer schimmeligen Matratze, bis zu rostigem Metallschrott ist dort noch mehr zu finden. Im Wasser liegt zudem ein alter Tank.

 

 

 

 

 

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